Klaus Brandl
Blues vom Meister der Slide-Guitar

Der Gitarrist, Sänger, Komponist, Texter und Arrangeur Klaus Brandl wurzelt mit seiner Musik in der Ausdruckskraft des Blues. Er hat seinen persönlichen, genreübergreifenden Stil entwickelt und überzeugt insbesondere durch die virtuose Emotionalität seines Gitarrenspiels.
Seine Musik wurzelt in einem der ausdrucksstärksten Musikstile des 20. Jahrhunderts, dem Blues. Die alten Meister wie Robert Johnson, Missisippi John Hurt, John Lee Hooker u. a. brachten darin das Lebensgefühl der Schwarzen in den USA zum Ausdruck, ihre Trauer und ihre Freude, ihre Verzweiflung, Hoffnung und ihren Humor. Und eben diese Intensität des Ausdrucks hat es Klaus Brandl angetan. Und es gelingt ihm mit seiner Gitarre und seiner Stimme diese Dichte des Gefühls in Musik umzusetzen, nicht einfach imitierend, sondern mit einer ganz eigenen Authentizität. Im Laufe der Jahre hat dieser leidenschaftliche Musiker einen eigenen, unverkennbaren Stil entwickelt, in den er vieles integriert hat. Besonders sind hier J.J. Cale und Tom Waits, Ry Cooder und David Lindley zu erwähnen, die bei ihm Spuren hinterlassen haben und denen er in musikalischer Qualität in nichts nachsteht.
Klaus Brandl spielt die Gitarre mit einer Intensität, die selten zu erleben ist. Er moduliert jeden Ton, um ihm die bestmögliche emotionale Ausdrucksstärke zu geben. Er spielt die Gitarre mit dem ganzen Körper, drückt sie an sich, streichelt sie, schüttelt sie, stampft mit dem Fuß. Er kann seine Akustikgitarre im Slidestil sehnsüchtig singen lassen, freudig aufheulen oder melancholisch klagen, indem er mit dem „Bottleneck“, einem über den Finger gestreiften Metallrohr, die Stahlsaiten beim Darübergleiten (engl: slide) in einem spezifisch eindringlichen Ton vibrieren lässt. Als Slide-Gitarrist hat er eine seltene Meisterschaft erreicht. Er spielt außergewöhnlich sensibel und gefühlvoll, zugleich aber auch mit rhythmischer Kraft, und er hat so einen spezifisch gefühlvoll „beseelten“ Stil entwickelt, der gerade auch im Klangraum einer Kirche seine Wirkung entfaltet. Klaus Brandls Spieltechnik ist exzellent, auch als Fingerpicking-Gitarrist, aber er stellt sie nicht eitel in den Vordergrund, sondern ordnet sie der Musikalität unter. So spielt er oft in beinahe minimalistischer Manier, wenn es die Stimmung eines Stückes erfordert.
Er ist nicht nur ein außergewöhnlicher Gitarrist. Klaus Brandl (geb. 1954) komponiert, textet und arrangiert seine Stücke selbst. Und er singt mit einer unverwechselbar rauen Stimme. All das ist auf mehreren CDs zu hören, die er herausgebracht hat.
Der vielseitige Musiker ist auf der Bühne in verschiedener Weise zu hören. Als Solokünstler zeigt er sich als Gitarrist und Sänger mit einer ausgesprochen lebendigen Bühnenpräsenz, der mit sympathisch schnoddrigem Humor durch sein Programm führt, das das ganze emotionale Spektrum von Melancholie bis zu vitaler Rhythmik umfasst. Im Duo ist er in verschiedenster Besetzung zu hören: mit seinem alten Weggefährten Chris Schmitt, einem Mundharmonikavirtuosen, mit dem Keyboarder Willi Förtsch, dem Bassisten Peter Tobolla oder dem Gitarristen Holger Stamm. Musikalisch besonders reizvoll ist auch die Trioformation mit Peter Tobolla am Bass und dem ausgezeichneten Sänger und Gitarristen Rudi Madsius, mit dessen Band er des öfteren als E-Gitarrist zusammenspielt. In der „ Klaus Brandl Band“ spielen neben Bass, Keyboards, Mundharmonika noch Klaus Braun-Hessing (Drums) und James Durham (Saxophon) in der vollen Besetzung. „Blues und Kusz“ ist ein weiteres außergewöhnliches Projekt, bei dem Brandl und Schmitt mit dem fränkischen Dichter und Bühnenautor Fitzgerald Kusz zusammenarbeiten.(Siehe die eigene Seite dafür) .
Klaus Brandl ist eine ausgereifte Musikerpersönlichkeit von seltener Originalität. Er hat als Musiker seinen ganz persönlichen Ausdruck gefunden, insbesondere als Slide-Gitarrist, und er versteht es, mit dem unverkennbar emotionalen Klang seiner Gitarre sein Publikum zu berühren und zu begeistern.
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